Urban Gardening: Neuer Name – alter Glanz!

Man lernt ja bekanntlich immer dazu. Im Idealfall setzt man neue Erkenntnisse sofort um! So geschehen in puncto unseres Gartens auf der AVOS-Terrasse. 2013 hat die Gartensaison bei AVOS unter dem Namen „City Farming“ begonnen. Wenn man es jedoch genau nimmt, betreiben wir kein „Farming“, sprich großflächige Beackerung zur Versorgung mehrerer Personen. Vielmehr ist unser kleiner feiner Garten eine Möglichkeit des kleinflächigen Gärtnerns für den individuellen Verzehr, im städtischen Bereich. Daher rührt nun der korrekte und neue Begriff des „Urban Gardening“. Das Ziel ist,

  • die Möglichkeit der Bepflanzung von alternativen Materialien,
  • kostengünstig,
  • effizient,
  • ertragreich
  • & einfach in der Umsetzung

aufzuzeigen. Unter alternativen Materialien darf man sich ausrangierte Gummistiefel, Fußbälle, Töpfe, Geschirr, Taschen, Körbe uvm. vorstellen. Denn Obst-, Gemüse- & Kräuteranbau muss nicht zwingend mit einem großen finanziellen Aufwand einher gehen. Daher ergreifen wir auch die Möglichkeit – die uns die Natur schenkt: Saatgut vom Vorjahr bringe wir zum Keimen. Hierfür bieten sich vor allem Tomaten-, Bohnen-, Kräuter-, Kürbis- oder auch Kapuzinerkressesamen an. Bei den Tomaten haben wir vom Vorjahr einige Samen beiseite gelegt, getrocknet und im März in selbst gebastelten Keimschalen zum Keimen gebracht. Am Fensterbankerl herrschen in der Nähe von Licht und Wärme (Heizung) ideale Wachstumsbedingungen. Im April wurden die zarten Pflänzchen ausgesetzt und siehe da, wir ernten Anfang Oktober noch reif-werdende Tomaten!

Um Urban Gardening an Schulen zu bringen, einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln bei den SchülerInnen zu erzielen und dem Wort „Saisonalität“ mehr an Bedeutung zu schenken, unterstützt AVOS-Ernährungsexpertin Conny Seitlinger-Schreder im Rahmen des Fokus Ernährung (Verhältnisprävention) Schulen im Bundesland Salzburg kostenlos bei der Umsetzung ihrer ganz „individuellen“ Version des Urban Gardening.