Rauchstopp hängt oft vom Rauchertyp ab

Nachdem ich einige Kurse bei AVOS geleitet habe, ist mir bei den Gruppen folgendes aufgefallen: Die Motivation der Teilnehmer Nichtraucher zu werden, kann in drei Kategorien eingeteilt werden. Die erste Gruppe ist hoch motiviert – hat sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Rauchstopp auseinandergesetzt und sich z.T. auch schon mit Nikotinersatzprodukten versorgt. Die zweite Gruppe ist neugierig, was auf sie zukommen wird. Diese kommt noch mit einer ambivalenten Einstellung zum Rauchstopp und die dritte – kleinere – Gruppe wurde von Jemandem geschickt. Die Ergebnisse nach dem Kurs lassen sich auch hier in drei Gruppen einteilen: Ein Drittel schafft es bis Kursende mit dem Rauchen aufzuhören, das zweite Drittel hat die Anzahl der gerauchten Zigaretten deutlich reduzieren können und das letzte Drittel raucht nach wie vor weiter, jedoch ohne das Ziel die Abstinenz aus den Augen zu verlieren.

Das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit und der Informationsaustausch ist ein wesentlicher Faktor in den Kursen, denn dadurch wird die Motivation, die erste Zeit ohne Zigaretten durchzuhalten, angehoben. Es wird auch immer wieder von den Teilnehmern betont, wie wichtig dieses Gruppengefühl für sie sei. Einige treffen sich auch nach Kursende noch weiter regelmäßig, um dieses Gefühl aufrecht zu erhalten. Insgesamt ist die Stimmung in den Kursen sehr gut und ausgeglichen. Eine Hürde in den Kursen ist jedoch immer wieder, dass die Skepsis gegenüber den Nikotinersatzprodukten z.T. hoch ist oder doch die „Notfallzigarette“ in einer Schublade liegen bleibt.

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Beatrix Höllbacher-Kneip